Unverhüllt droht der US-Präsident dem antiimperialistischen Inselstaat Kuba mit der „Übernahme“, also mit der Re-Kolonisierung. Eine brutale Drohung, die man auf Grund der Erfahrungen mit Trump ernst nehmen muss. Trumps Angriff auf Venezuela, als er den legalen Präsidenten Maduro und dessen Ehefrau in einem unprovozierten Kriegsakt entführen ließ und bis heute gefangen hält, macht das deutlich.
Mit Kuba ist es schwieriger für den US-Imperialismus. Zur großen Enttäuschung aller Umsturzfans kommt kein Massenprotest gegen die kubanische Regierung auf! Der Versuch kubanischer Exilsöldner, im Februar 2026 erstmals seit 1962 wieder bewaffnet auf die Insel zu kommen, wurde von kubanischer Marine blutig verhindert!
Bis heute beansprucht Washington auf kubanischem Boden den berüchtigten Truppenstützpunkt Guantanamo mit seinem Folter-Knast, obwohl die kubanische Regierung ihn seit Langem zurückfordert.
Nach der Revolution 1959 unter Fidel Castro und Ernesto (Che) Guevara, spätestens seit Kuba 1961 amerikanisches Kapital enteignete und den Beginn einer sozialistischen Entwicklung ankündigte, die es aber nicht gab, bekämpfen die USA unversöhnlich den Inselstaat. Im April 1961 überfielen kubanische Söldner, unterstützt von der CIA, Kuba („Schweinebucht“), erlitten aber gegen die revolutionären kubanischen Truppen eine blutige Niederlage. Deshalb mussten die Sanktionen her! Seit 64 Jahren blockieren die USA die Insel und deren Wirtschaft. Wirtschaftspartner Kubas, selbst internationale Großbanken schikaniert Washington mit Sanktionen. Beispiel: Die Commerzbank musste wegen Kuba-Geschäften in zwei Fällen über zwei Milliarden Dollar „Strafe“ zahlen! Die Bayer AG wurde 2022 gezwungen, einen Großauftrag zur Lieferung von Tierarzneimitteln zu stornieren – und stellte dann alle Handelsbeziehungen zu Kuba ein. Selbst das solidarische „Netzwerk Kuba“ in Deutschland scheiterte mehrfach mit Überweisungen nach Kuba sowie mit dem Kauf von Hilfsgütern, weil Banken bzw. Lieferanten mögliche US-Sanktionen fürchten.
Die Sanktionen konnten zunächst durch Hilfen der Sowjetunion (SU) und des sowjetisch dominierten Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW), auch der DDR, kompensiert werden. Aber Kuba geriet in große Abhängigkeit. Der Versuch der SU, in Kuba, vor den Toren der USA, Atomraketen zu platzieren, führte 1962 zur bedrohlichen Kuba-Krise: Erstmals verhängten die USA eine Seeblockade gegen Kuba, bis die SU die Raketen zurückzog. Schließlich integrierte sich Kuba in den RGW, und das hieß, in dessen „internationale Arbeitsteilung“. Der RGW wies Kuba hauptsächlich Zuckerproduktion zu, was eine eigenständige Wirtschaftsentwicklung ziemlich unmöglich machte. Der Sozialismus konnte unter diesen Bedingungen nicht aufgebaut werden, weder eine allseitige Landwirtschaft noch eine den Inselstaat tragende umfassende Industrie. Entsprechend standen 1989, nach dem Zusammenbruch der SU, Kuba und seine Wirtschaft weitgehend allein – mit der einseitig agrarischen, zuckerlastigen Ausrichtung, mit seiner Erdölabhängigkeit, mit einer zu viel schwachen Industrie. Import und Export brachen zusammen. Erstmals seit der Revolution blanke Not! Erst die Öffnung für private Dienstleistungen, Integration in die karibischen Wirtschaftsraum sowie der Beginn der antiimperialistischen bolivarischen Bewegung um Staatschef Hugo Chavez in Venezuela verschafften Kuba wieder Bündnispartner und eine gewisse Entlastung, nicht zuletzt durch günstige Erdöllieferungen. Auch investierte Kuba in den Tourismus und schuf – z.T. durch Joint Ventures mit kapitalistischen Unternehmen einen für die Wirtschaft und Währungsreserven wichtigen Tourismus.
Kuba kämpft trotz seiner großen Probleme um gesellschaftlichen Fortschritt.
Kuba erreichte international gleichwohl stark beachtete Erfolge, die ihm bei vielen Völkern, bei demokratischen, antiimperialistischen Kräften große Solidarität einbrachte: vor allem sein fortschrittliches Bildungs- und das stark beachtete Gesundheitswesen. Entgegen den demagogischen Verleumdungen aus Washington, nicht erst seit Trump, exportiert Kuba keinen Terrorismus und unterstützt auch keinen. Es „liefert“ auch keine Söldner in den Ukraine-Krieg, wie neuerdings gelogen wird. Trotzdem setzte Trump Kuba auf die Liste der Terror untertützenden Staaten.
Was steht dagegen? Selbstentwickelte Korona Impfstoffe! Ärzte aus Kuba sind weltweit im Solidaritätseinsatz – auch im italienischen Bergamo während der dortigen Korona-Katastrophe. Die USA aber diffamieren auch sie als Terrorunterstützer. 2022 wurde in Kuba ein modernes, demokratisches Familienrecht im Zeichen der Gleichberechtigung und sozialer Gerechtigkeit eingeführt. Längst wird immer breiter in erneuerbare Energie investiert, um die Abhängigkeit vom Erdöl zu reduzieren.
Alles in echter Gefahr!
All das steht 2026 auf dem Spiel! Heute, angesichts der brachial-aggressiven Außenpolitik der USA braucht Kuba dringend unsere Solidarität. Trump lässt die Insel faktisch vollständig blockieren. Seit Monaten erreicht kein Tropfen Öl mehr das Land, das Kubas Energiewirtschaft immer noch dringend braucht. Innerhalb weniger Tage brach zweimal das Stromnetz Kubas zusammen. Ohne Strom aber verderben die knappen Lebensmittel.
Selbst bürgerliche Experten bezeichnen Trumps Kuba-Politik als illegal und als verbrecherischen Weg in eine humanitäre Katastrophe! Die EU und Deutschland, die auf dem Papier diese Politik verurteilen, unternehmen nichts dagegen.
Immer wieder werfen angesichts der schweren Probleme die West-Medien der Regierung Kubas vor, sie sei unfähig, das Land wirtschaftlich zu entwickeln und zu ernähren. Wer dabei 64 Jahre US-Sanktionen und US-Embargo verschweigt, informiert nicht, sondern unterstützt 64 Jahre USA-Repression gegen Kuba!
„Sofort Schluss mit der Blockade!“ (Unblock Kuba!) – diese Forderung ist mehr als berechtigt und hochaktuell.
Kuba ist nicht allein!
Die für den 21. März 2026 erwartete Ankunft der internationalen Solidaritätsflotte „Nuestra América“ in Kuba ist eine solidarische Hilfsaktion. Mehr noch: sie soll ein politisches Signal und der Auftakt einer weltweiten Mobilisierung zur Unterstützung des kubanischen Volkes werden. Motto: Ja zu Kuba – Nein zur Blockade! – getragen von sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und politischen Kräften aus allen Kontinenten. Kuba ist nicht allein.
Seit Tagen treffen in der kubanischen Hauptstadt Delegationen aus Europa, Lateinamerika und selbst aus den USA ein, bringen Medikamente, Lebensmittel und Photovoltaikanlagen – dringend benötigte Güter angesichts der durch die US-Ölblockade ausgelösten Versorgungskrise. Dazu kamen mehrere Tonnen medizinischen Materials für Krankenhäuser in Havanna an. Weitere zwanzig Tonnen Hilfsgüter sollen Kuba auf dem Luft-, See- und Landweg erreichen. Die kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Clara López unterstützt die Kampagne. Sie reiste selbst mit einer Tonne Hilfsgütern an. Die Welt dürfe die kollektive Bestrafung eines ganzen Volkes nicht dulden. Neben ihr unterstützen der britische Abgeordnete Jeremy Corbyn, die schwedische Aktivistin Greta Thunberg, sowie der ehemalige spanische Vizeministerpräsident Pablo Iglesias die Solidaritätsflotte – Solidarität gegen Trumps Versuch, Kuba zu erwürgen.
Wir rufen ebenfalls zur Solidarität mit Kuba auf! Arbeiterinnen, Arbeiter. Angestellte, Jugendliche, Rentnerinnen, Rentner – schauen wir nicht zu, wie der brutale Imperialismus dieses Land und sein tapferes Volk niedermachen wollen, während die Herrschenden in Berlin grinsend zuschauen.
* Nein zur Aggression des US-Imperialismus gegen Kuba!
* Kuba JA! Blockade und Embargo – Nein!
* Schluss mit der Tatenlosigkeit Berlins!
* Hoch die Internationale Solidarität!




