Stoppt die imperialistischen Angriffe auf Venezuela!

Nach monatelangen Drohungen der US-Regierung wurde heute Nacht (2.00 Ortszeit) die venezolanische Hauptstadt Caracas sowie mehrere weitere Orte bombardiert. Dieser imperialistische Überfall ist durch nichts zu rechtfertigen! Stoppt die Angriffe auf Venezuela!

Zu den bisher angegriffenen Gebieten zählen Caracas, wo mindestens 17 Flugzeuge gesichtet wurden, aber auch die Militäreinrichtung Fuerte Tiuna, die Stadt und der Hafen La Carlote und der Flughafen Higuerote und weitere Orte sollen bombardiert worden sein. (+++AKTUALISIERUNG 11.30: Soeben wurde bekannt, dass die USA Präsident Maduro gefangen genommen und verschleppt haben. +++)

Noch fehlt eine offizielle Bekenntnis – doch seit Monaten bombardieren die USA venezolanische Boote und töten dabei die Besatzungen, immer wieder ist der Vorwand zu hören, es gehe dabei um „Narco-Terroristen“, also Drogenkartelle. Doch dieser Vorwand ist mehr als gelogen – die „Operation Southern Spear“, wie die USA sie bezeichnen, ist eine imperialistische Aggression gegen Venezuela und ein weiterer Beweis, dass mit der Neuen Sicherheitsstrategie der USA und der Parole „America First“ keineswegs ein Rückzug aus internationalen Konflikten angekündigt wurde, sondern im Gegenteil: Es ist eine weitere Verdeutlichung dafür, dass die USA bereit sind, über Leichen zu gehen, sei es durch Bombardements auf der anderen Seite der Erde wie im Iran oder in dem, was die USA nach wie vor als ihren „Hinterhof“ bezeichnen. Venezuela verfügt über die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt und es liegt an einer Schnittstelle: Karibik, Atlantik, Zugang zu Panama, Nähe zu US-Küste und zu mittelamerikanischen Routen. Zudem ist das Land in den letzten Jahren stärker in ökonomische und sicherheitspolitische Verflechtungen mit China eingebunden worden – Entwicklungen, die der US-Imperialismus offensichtlich nicht hinnehmen wird.

Was macht Deutschland? Die letzten Monate waren ein Vorgeschmack dafür, dass aus Sicht der deutschen Politik und Medien Imperialismus immer nur „die anderen“ machen. Keine offene Verurteilung des Terrors in der Karibik, keine Kritik an der US-Regierung, sondern vorsichtiges Fragen, ob es denn jetzt wirklich mit dem Völkerrecht vereinbar sei, unbewaffnete Boote anzugreifen und die gesamte Besatzung umzubringen. Erst zuletzt wurde die Nobelpreisträgerin Machado beglückwünscht – eine venezolanische Kapitalistin, die immer wieder genau diese Art von Militärschlägen auf ihre angebliche Heimat forderte. Wie die Reaktion auf den offenen Terror gegen die venezolanische Bevölkerung, den wir jetzt in Caracas sehen, ausfallen wird, bleibt abzuwarten. Deutlich wird, dass auf dieser Weltbühne keiner der Imperialisten einen Friedenspreis verdient hat.

Es wird entscheidend sein, Lateinamerika und besonders Venezuela in der Friedensbewegung und überall, wo wir sind, auf die Karte zu setzen. Solidarität mit dem Kampf des venezolanischen Volkes für Frieden und Selbstbestimmung! Stoppt die imperialistische Aggression der USA!

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