Erklärung der Kommunistischen Arbeiterpartei Frankreichs (PCOF)
Die Bewegung der Schülerinnen und Schüler hat innerhalb weniger Tage an Ausmaß zugenommen: Mehr als 500 Gymnasien wurden blockiert, es gab täglich Kundgebungen und gewaltsame Polizeieinsätze. Mehr als 500 Festnahmen und Inhaftierungen, sehr viele verletzte Jugendliche, darunter einige schwer.
Von Beginn an haben sich Lehrkräfte und Verwaltungsangestellte zur Unterstützung der Schüler mobilisiert, um sie zu schützen und ihnen dabei zu helfen, sich zu organisieren und ihre Forderungen zu artikulieren. Die Brutalität der polizeilichen Repression, das verächtliche Schweigen der Behörden sowie die Entschlossenheit und Tatkraft der Jugendlichen haben die Bewegung unter den Lehrkräften verstärkt, die betonen, dass die Forderungen – die sich um den chronischen Mangel an Ressourcen drehen – gemeinsame sind und sich aufgrund von Haushaltskürzungen noch weiter verschärfen werden. Seitdem zeichnet sich eine Bewegung an den Hochschulen ab, wo die Studierenden mit denselben Schwierigkeiten konfrontiert sind.
Nach dem Erfolg der gewerkschaftsübergreifenden Demonstrationen vom 29. September, an denen zahlreiche junge Menschen teilnahmen – wie die Berichte auf unserer Website belegen –, haben die Mobilisierungen der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten am 1. Oktober die Zahl der kämpfenden und blockierten Schulen weiter erhöht. Die polizeiliche Repression wurde deutlich verschärft.
Zwar konnte der Bildungsminister erklären, dass die Forderungen der Gymnasien größtenteils „legitim“ seien, doch wiederholen der Justizminister (Darmanin) und der Innenminister (Nunez) ununterbrochen ihre Verurteilung der „Randalierer“ sowie die Androhung von Sanktionen gegen Jugendliche und Eltern.
Vor diesem Hintergrund wird der Aufruf zu einer großen Mobilisierung am 6. Oktober zu einem wichtigen Termin für die Jugendlichen und für die Gewerkschaftsbewegung. Wir müssen dafür sorgen, dass er ein Erfolg wird.
Die Schülerorganisationen haben Kontakt zu den Gewerkschaftsverbänden aufgenommen, insbesondere zur CGT.
Die Legitimität der Forderungen der Jugendlichen steht fest: Sie sind sehr konkret und betreffen die Arbeitsbedingungen der Schüler, überfüllte Klassen, den Verfall der Schulgebäude, den Lehrermangel, überlange Stundenpläne und die immer größer werdenden Ungleichheiten, die diese Situation für Jugendliche aus der Arbeiterklasse mit sich bringt. Die Forderungen des Schulpersonals decken sich damit.
Das Engagement der Gewerkschaftsbewegung wird bekräftigt, sowohl zur Unterstützung der Forderungen der Jugendlichen als auch zum Schutz der Bewegung vor polizeilicher Repression.
Diese beiden Punkte bilden eine wichtige Grundlage, um die Gewerkschaftsbewegung in größerem Umfang für die Unterstützung dieser Bewegung zu gewinnen.
Daran muss überall gearbeitet werden.
(Übersetzung von der Homepage der PCOF – 3. Oktober 2026)



