
Stahl Tarifrunde: Die Beschäftigten sollen Verzichten für die Profite
1,75 Prozent mehr Lohn bei 2,4 Prozent Inflation: Der neue Stahl-Tarifvertrag zeigt, wie Arbeitgeber die Krise auf die Beschäftigten abwälzen.

1,75 Prozent mehr Lohn bei 2,4 Prozent Inflation: Der neue Stahl-Tarifvertrag zeigt, wie Arbeitgeber die Krise auf die Beschäftigten abwälzen.

Am Donnerstag, dem 25. September gibt der weltweit größte Autozulieferer Bosch bekannt, dass er in Deutschland weitere 13.000 Stellen, innerhalb von drei Jahren, streichen will, zusätzlich zu zehntausenden bisherigen Kündigungen bzw Kündigungsdrohungen.

Bei der Betriebsversammlung am 2. September rief ein Mitglied des Betriebsrates bei VW in Braunschweig tausende Kolleginnen und Kollegen auf, "schnell zu lernen" und den Kriegsvorbereitungen etwas entgegenzusetzen.

Für die meisten von uns ist diese Institution eine Selbstverständlichkeit: Erstattung von Behandlungskosten, Arbeitslosenunterstützung oder Tagegeld bei Arbeitsunfähigkeit... Seit 1996 ist jedoch die Abstimmung über den Haushalt der Sozialversicherung im Parlament jedes Jahr Anlass, die Erstattungen und Leistungen im Namen des „Lochs” in der Sozialversicherung zu kürzen.

Nach dem Protest vom 10. September riefen die Gewerkschaften in Frankreich heute zum Generalstreik gegen den Sparkurs der Regierung auf.

Das ist ein weiterer Schritt in der Militarisierung der Produktion in Deutschland, die den Krieg in den Alltag bringt.

Seit langem hoffen viele Autokonzerne, die im internationalen Wettbewerb deutlich Marktanteile verloren haben, auf Ersatz durch Rüstung.

Am 1. September veranstaltet das Handelsblatt eine Konferenz unter dem Titel „Wirtschaftsfaktor Rüstung 2025 - Motor für den Industriestandort Deutschland?“. Geladen sind Politiker, Interessenvertreter des deutschen Kapitals und auch ein gewerkschaftlicher Vertreter.

Die Betriebsratswahlen 2026 bieten wichtige Gelegenheiten, den Einsatz aller Kolleginnen und Kollegen für ihre Interessen zu stärken - und die Vorbereitungen beginnen bereits.

Die jüngsten Vorstöße von Innenministerien und Verfassungsschutz wecken Erinnerungen an die Berufsverbote der 1970er Jahre. Unter dem Vorwand des Schutzes der Demokratie geraten erneut vor allem linke, kritische und Stimmen gegen den Krieg ins Visier staatlicher Repression.