In der Tarifauseinandersetzung im Gebäudereiniger-Handwerk verhärten sich die Fronten zwischen den Arbeiter*innen und den Bossen immer weiter. Die Bundesinnung für das Gebäudereiniger-Handwerk hat nunmehr in der 3. Tarifverhandlung das skandalöse „Pfandflaschenangebot“ von der 2. Tarifverhandlung nur um wenige Cent angehoben. Die Gebäudereinigungs-Bosse haben angeboten erst ab dem 01.05.27 eine Lohnerhöhung zu gewähren von nur 30 Cent, ab dem 01.01.28 soll es dann nochmal 28 Cent geben, bei einer Gesamtlaufzeit von 24 Monaten, und in den ersten 4 Monaten soll es erst einmal keine Lohnerhöhung geben. Solche Leermonate gab es noch nie in der Branche. Der Lohn liegt aktuell bei 15 € die Stunde, der Tarifvertrag endet am 31.12.2026, wenn es nicht bis dahin zu einer Einigung kommt, wonach es aussieht, haben nur die Gewerkschaftsmitglieder eine Nachwirkung des Stundenlohns von 15 €. Die Tarifkommission und die Gewerkschaft haben diese Provokation der Bosse klar als unzureichend abgewiesen, und stehen weiter klar zur Forderung von 2 € mehr die Stunde für alle Lohngruppen bei einer Laufzeit von 12 Monaten.
Reinigungskräfte: Wir sind streikbereit!
Die Tarifverhandlung wurde von einer eindrucksvollen Demonstration von Reinigungskräften begleitet. 700 Arbeiter*innen aus der Branche die teils aus verschiedenen Städten angereist waren, zogen lautstark vor das Verhandlungslokal, und signalisierten somit Machtvoll Ihre klare postion zur Tarifforderung. Während de Demonstration skandierten die Reinigunskräfte immer wieder „Wir sind streikbereit“.
Und somit stehen die Zeichen auf Arbeitskampf, dieser würde ab dem 01.01.2027 möglich sein. Bis dahin soll es verstärkt betriebliche Aktionen in den Objekten geben. Eine weitere Tarifverhandlung ist wohl bis jetzt noch nicht Terminiert.
Solidarität ist das Gebot der Stunde!
Solidarität ist jetzt enorm wichtig, und wir werden alles tun um die Tarifrunde zum Erfiolg zu bringen, so die IG BAU Verhandlungsführerin Zeynep Bicici. Bei der Demonstration gab es auch Redebeiträge von u.a.der DIDF Bundesvorsitzenden Alev Bahadir, der EU-Abgeordneten Özlem Demirel von der Partei Die Linke, beide hielten kämpferische Reden, die viel zuspruch bekommen haben. Die Reinigungskräfte befinden sich an vielen Orten auch in Betrieben und grossen Werken, dort ist es jetzt wichtig, dass sich die Gewerkschafter*innen der anderen Einzelgewerkschaften mit dem Lohnkampf solidarisieren so die IG BAU. Alle Kämpfe der Beschäftigten egal welcher Branche, sind alle miteinander verbunden, sie sind Bestandtteil der gesamten Arbeiter*innenklasse. Und somit ist der Erfolg der Reinigungskräfte auch der Erfolg der Metall-oder Stahlarbeiter*innen.
C.Kartal/Köln




