Heraus zum 1. Mai! Gegen Krieg und Sozialabbau – Für Solidarität und Widerstand!

Bis zu 13 Stunden arbeiten pro Tag – das fordern die Unternehmerverbände und die Regierung ist willig, es umzusetzen. Sie wollen den 8-Stunden-Tag, den sich die Arbeiterbewegung in Deutschland vor 100 Jahren erkämpft hat, abschaffen.

Aber nicht nur das – auch die Diskussionen um die Abschaffung von Feiertagen, die Einschränkung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder die Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit und des Renteneintrittsalters sind Teil der Angriffe auf unsere Rechte. Die Diskussion um „Lifestyle-Teilzeit“ ist ein Schlag ins Gesicht, vor allem für Frauen, die neben der Arbeit noch einen Großteil der Hausarbeit schmeißen. Wir müssen am ersten Mai auf die Straße gehen, um uns dagegen zu verteidigen und als Arbeiterklasse einen Widerstand dagegen organisieren, denn niemand anderes wird das für uns tun.

Unsere Rechte verteidigen!

Es geht allerdings nicht nur um unsere Arbeitszeit, sondern auch unseren Lohn. Während das reichste 1% in Deutschland über zwei Drittel des Vermögens in Deutschland besitzt, steigt die Armut immer weiter an. Seit Jahren erleben wir, wie unsere Reallöhne sinken und nur in wenigen Tarifrunden können Lohnerhöhungen erreicht werden, die nicht hinter der Inflation zurückbleiben. Die seit kurzem wieder rasant steigenden Sprit- und Lebensmittelpreise belasten uns zusätzlich. Die Interessen der Chefs stehen unseren entgegen. Um ihre Profite zu stabilisieren oder zu steigern, sollen wir verzichten und stillhalten, obwohl tausende Kolleginnen und Kollegen ihren Arbeitsplatz verlieren. Dem Druck der Arbeitgeber, die eine Nullrunde nach der anderen fordern, müssen wir mit Zusammenhalt, starker gewerkschaftlicher Organisierung und kämpferischen Forderungen begegnen. Dazu müssen wir auch all denen etwas entgegensetzen, die uns spalten wollen – ob rechte Listen bei den Betriebsratswahlen oder die AfD, die sich als Stimme der Arbeiter präsentiert, aber gleichzeitig mit dem Finger auf unsere Kollegen zeigt und mit den Unternehmern auf Kuschelkurs gehen. Wir gehen am ersten Mai auf die Straße, um ein klares Signal zu senden: Wir nehmen diese Angriffe nicht einfach hin! Wir leisten Widerstand! Gemeinsam können wir diese Angriffe abwehren.

Nicht unser Krieg!

Während für Krankenhäuser, Kitas und Pflege kein Geld da ist, haben sie es in Massen für Aufrüstung und Krieg. Hunderte Milliarden sollen jährlich fürs Militär ausgegeben werden, während das Gesundheits-, Bildungs- und Sozialsystem immer weiter zerfällt. Es wird immer schwieriger einen Arzttermin, Kitaplatz oder eine bezahlbare Wohnung zu finden. Aber nicht nur dadurch schadet uns die Aufrüstung. Sie ist Teil der Kriegsvorbereitung in Deutschland. Schon jetzt beteiligt sich Deutschland an Kriegen auf der ganzen Welt. Es werden Waffen in die Ukraine und nach Israel geschickt und der Krieg der USA und Israels gegen den Iran logistisch unterstützt. In all diesen Kriegen geht es um wirtschaftliche Interessen, um Ressourcen, Handelsrouten und Märkte. Für die Menschen in den Regionen bringen die Kriege Elend und Tod. Der Plan der Bundesregierung, die konventionell stärkste Armee Europas aufzubauen, dient dazu die Interessen des deutschen Kapitals im Ausland zukünftig noch aggressiver und gewaltsamer durchzusetzen. Und am Ende sollen es wir Arbeiter sein, die in ihren Kriegen an der Front kämpfen müssen – mit dem neuen Wehrpflichtgesetz kommt diese Realität für unsere Kinder heute schon immer näher. Wir gehen am ersten Mai auch auf die Straße, um uns gegen den Kriegskurs zu stellen. Die Gewerkschaften müssen eine klare Haltung gegen Krieg und Militarisierung einnehmen, doch es kommt auf uns an, unsere Themen am ersten Mai stark zu machen.

Eine andere Gesellschaft ist möglich, doch wir müssen dafür kämpfen – dieses System bietet uns keine Zukunft!

Lasst uns gemeinsam mit anderen gegen Krieg und Sozialabbau, für Solidarität und Widerstand Gesicht zeigen:

Reduzierung der Arbeitszeit statt immer mehr Arbeit! 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich!
Stoppt die Entlassungen!
Stoppt die Angriffe auf unsere sozialen Rechte – keine Einschnitte bei Rente, Sozialleistungen oder Bildung!
Stoppt die Aufrüstung und Kriegsvorbereitungen – Autos statt Panter, Kitas statt Kasernen und Geld für Soziales und Bildung statt Waffen und Krieg!

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