In der Nacht auf Mittwoch, dem 5.8. wurde am Flughafen Leipzig/Halle eine mit Sprengstoff bestückte Drohne von einem Flughafenmitarbeiter mit einem Fußtritt außer Gefecht gesetzt. Seither behaupten Politiker wie der Grüne von Notz, dass sei ein Angriff Russlands. Er sagte: „Dann ist es einfach ein sehr naheliegendes Szenario, dass es sich hier um eine Aktion russischer Dienste handelt.“
Alles unklar und dubios
Bisher gibt es keine Beweise, wer diese Aktion durchgeführt hat. Die Drohne soll eine russische sein. Doch diese sind leicht beschaffbar. Abgestürzte Drohnen gibt es in der Ukraine immer wieder. Wenn sie nur leicht beschädigt sind, lassen sie sich reparieren und erneut einsetzen.
Zudem hört es sich wie ein Märchen an, dass man eine mit gefährlichem Sprengstoff beladene Drohne mit einem Fußtritt ausschalten kann. Nach den Berichten soll die Drohne langsam und sehr niedrig geflogen sein. Das passt nicht zu einem Anschlag, sondern eher zu einer notdürftig reparierten Drohne, die einen Vorfall simulieren soll. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass Russland lahme, nicht mehr einsatzfähige Drohnen schickt? Und dann noch so weit – bis nach Halle/Leipzig?
Die konservative, gut bürgerliche Stuttgarter Zeitung äußert in einem Kommentar am Freitag, dem 7.8.26 Zweifel an der Russland-Story:
„Wie schwer es ist, die Kette der Verantwortlichkeit zu belegen, zeigt unterdessen ein anderer Fall. In Hamburg klagte die Bundesanwaltschaft jüngst einen Mann an, der die Gas-Pipeline Nordstream in die Luft gejagt haben soll: Bei ihm handelt es sich um einen Ukrainer, einen Elitesoldaten. Die Frage aller Fragen, nämlich wer in Kiew von diesem Anschlag wusste, bleibt unbeantwortet.
Es ist daher wahrscheinlich, dass zwar der Mensch ermittelt wird, der die Sprengstoffdrohne auf dem Vorfeld in Leipzig platziert hat, dass ihm der Prozess gemacht wird und dass er bestraft wird. Es ist aber ebenso gut möglich, dass alles Wissen über Hintermänner und Drahtzieher in Dunkeln bleibt.“
Unverdrossen sprach Innenminister Dobrindt, CSU von einem „hybriden Anschlagsszenario“ und „fremden Mächten“. Beweise? Keine!
Russland hat die Ukraine angegriffen und ist ein imperialistisches Land, das um seine Einflusssphären kämpft. Es verheizt massenhaft Soldaten an der Front und tötet viele Ukrainer. Aber Russland hat es dabei vermieden, NATO-Länder direkt in den Krieg hineinzuziehen. Da tut es auch gut dran. Denn bisher hat es in einem vierjährigen Krieg nicht geschafft, seine Zeile zu erreichen, geschweige denn die Ukraine zu besiegen. Es wäre mehr als dumm, nun mit einer Drohnenattacke die Kriegsfront gegen sich möglicherweise zu erweitern.
Wer profitiert davon?
Bei solchen dubiosen Vorfällen ist die Frage „Wer profitiert davon?“ am wichtigsten. Und da sind die Profiteure recht eindeutig. Der deutsche Kriegsminister Pistorius, der Innenminister Dobrindt, Grüne, CDU/CSU, SPD, NATO überbieten sich mit Forderungen nach noch mehr Aufrüstung. Sie stilisieren eine Drohne, die man mit einem Fußtritt außer Gefecht setzen kann, als Hochsicherheitsrisiko. Nicht umsonst hat die Stuttgarter Zeitung den Vergleich zum Anschlag auf Nordstream 1 und 2 gewählt. Da wurde auch zuerst Russland beschuldigt – ohne Beweise. Als Russland das von sich wies, weil es ja gern sein Gas verkauft hätte, wurde es der Lüge beschuldigt. Nur durch Zufall wurden die ukrainischen Täter gefasst. Der Prozess wurde lange verschleppt und beginnt nun vier Jahre nach der Terrortat.
Kriege werden immer mit Propagandalügen begonnen. Ob der 1. Und der 2. Weltkrieg, ob der Krieg in Vietnam, Laos und Kambodscha, der Irakkrieg, der Krieg gegen Libyen und Syrien und viele mehr. Der Drohnenanschlag in Leipzig ist da gutes Futter, um die Menschen davon zu überzeugen, dass mehr Aufrüstung nötig ist und wir „kriegstüchtig“ werden müssen.




